TV Hochdorf 1894 e.V. - Spitzenhandball in der Pfalz
Hochdorf gewinnt wechselvolles Spiel
HOCHDORF-ASSENHEIM (thc). Bewegende Verabschiedungen, ein Spiel mit drei Abschnitten, mit einer 16:8-Führung und einem 20:21- Rückstand, und einem 30:28 (18:14)-Heimsieg gegen den TV Groß-Umstadt: Handball-Drittligist TV Hochdorf spielte eine gute Rolle in seinem letzten Saisonheimspiel.
Die beste Phase: Marco Sliwa, am Kreis gezerrt und gestoßen, erzielt sein drittes Tor zum 7:4 (13.), nach dem schnellen 9:5 und 10:5 erkämpft die Abwehr mit Ritter, Mauer, Kupijai oder Polifka reihenweise Bälle, schüttelt Steffen Dietz quasi das 16:8 aus dem Ärmel, sein viertes Tor gelingt mit einem Kunstwurf auf der rechten Seite (22.). Umstadt stellte danach seine Abwehr offensiver, Hochdorfs Brillanz ging verloren. Die Gastgeber wurden unsicher und fingen sich leichte Gegentore ein. Florian See, einer der Stärksten beim Gast, erzielte das 20:21 (37.).
Der TVH, das war die schöne Erkenntnis dieses Spiels, kann aufstehen, wenn er angezählt wird. Begünstigt von Zeitstrafen gegen Umstadt und einigen merkwürdigen Schiedsrichterentscheidungen warf Hochdorf das 24:21 und blieb nun vorn (26:22 durch Sliwas Rückhandwurf, 28:24, 29:26 durch Tim Beutler).
„Das war für die hektische Runde ein versöhnlicher Abschluss, das war kämpferisch richtig gut”, sagte TVH-Trainer Michael Pfeil. Zur Personalie Andreas Röll (der Torhüter kam auf 14 Paraden) merkte er an, dass der Verein ein Risiko eingeht, wenn er nur auf junge Torhüter setzt. Röll (36) sagte, dass er gerne noch beim TVH gespielt hätte. Er habe keine Lust darauf, seine Karriere irgendwo bei einem unterklassigen Verein ausklingen zu lassen. „Erst mal den Sommer genießen” will Thorsten Laubscher, der scheidende Co-Trainer.
Rheinpfalz, 14.05.2012
Mit Fans versöhnen
handball: Hochdorfer Röll und Laubscher hören auf
HOCHDORF-ASSENHEIM. Nach zuletzt drei Niederlagen will Handball-Drittligist TV Hochdorf seine Anhänger im letzten Saison-Heimspiel mit einem Sieg versöhnen. Gegner im TVH-Sportzentrum ist ist der Tabellensechste TV Groß-Umstadt (morgen, 18.30 Uhr).
Das wird nicht leicht, denn die Odenwälder eilen derzeit von Sieg zu Sieg und gewannen die letzten fünf Spiele in Folge.
„Entscheidend wird sein, mit welcher Einstellung und Leidenschaft meine Mannschaft in das letzte Heimspiel geht”, sagt TVH-Trainer Michael Pfeil. Nach den Ausfällen von Benny Hundt und Mathias Polifka vor Wochenfrist hofft Pfeil diesmal wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen zu können.
„Unsere Fans haben einen Sieg zum Saisonende verdient”, betont der Familienvater. „Groß-Umstadt ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die aktuell einen Lauf hat, aber nicht unbezwingbar ist.” Pfeil ist mit dem sportlichen Abschneiden zuletzt nicht zufrieden. „Wir haben mehrmals unnötig Punkte liegen lassen, das hätte nicht sein müssen”, schimpft er. Die beiden knappen Niederlagen ließen die Mannschaft mental in ein Loch fallen. „Da müssen und werden wir raus kommen”, sagt Pfeil und kündigt an: „Wir werden kommende Saison einiges ändern müssen. Die dritte Liga wird von Jahr zu Jahr stärker. Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen.”
Torhüter Andreas Röll und Co-Trainer Thorsten Laubscher werden morgen verabschiedet. (wij)
Rheinpfalz, 11.05.2012
Die Torfabrik
HANDBALL: Die B-Junioren der SG Hochdorf-Ruchheim werden souverän Verbandsliga-Meister – Ein gelungenes ExperimentVON JOCHEN WILLNER
HOCHDORF-ASSENHEIM. Ein Experiment war die Saison 2011/2012 der B-Jugendlichen der SG HochdorfRuchheim. Beide Vereine schlossen sich zu einer Spielgemeinschaft zusammen, sie starteten in einer neuen Spielklasse und dann fiel noch Trainer Dominik Sato aus. Doch schließlich wurde es ein Experiment mit Ausrufezeichen. Denn: Die Mannschaft überzeugte in der Handball-Verbandsliga und holte vorzeitig die Meisterschaft in der Verbandsliga. Am Wochenende qualifizierte sich das Team ungeschlagen für die Pfalzliga, die höchste Spielklasse auf Pfalzebene.
Die Mannschaft, die ausschließlich aus Spielern des jüngeren Jahrgangs 1996 besteht, will in der kommenden Saison in der Pfalzliga angreifen. „Es war ärgerlich, dass wir in der letzten Saison die Quali für die Pfalzliga verspielt hatten“, sagte sich Trainer Rainer Götz.
In Yannick Lenz verlor die Mannschaft zum Saisonende einen ihrer Leistungsträger. Er wechselte zu den klassenhöheren VTV Mundenheim. Dennoch blieb der Kader fast zusammen. Zwei Neuzugänge musste das Trainer-Duo Rainer Götz und Harald Sagerer integrieren. Der hochgewachsene Rückraumspieler Philipp Stroh folgte von der SKG Grethen und der kräftige Kreisläufer Kai Feldmann kehrte von den VTV Mundenheim zum TV Ruchheim zurück. Feldmann erkrankte und fehlt seit Januar. Seine Spielerposition füllte Marcel Fritz aus.
Die Mannschaft reifte von Spiel zu Spiel. Aggressiv in der Abwehr und schnelles Spiel nach vorne – das war das Erfolgsrezept der jungen Truppe. Fast alle Positionen waren doppelt besetzt. Das Paradestück war der Rückraum mit dem körperlich robusten Steffen Götz, Spielmacher Julian Hoffmann und dem sprungsowie wurfgewaltigen Torjäger Adrian Brahimi. Beim Tempospiel nach vorne setzten sich immer wieder die beiden Außenspieler Georg Sagerer und Marvin Suchanek in Szene. Mister Zuverlässigkeit war Torhüter Marco Pratsch. Die Party anlässlich seines 15. Geburtstags wurde der Mannschaft ein wenig zum Verhängnis. Denn am nächsten Tag verlor die SGH gegen die TG Oggersheim. Doch im Rückspiel gab sich die Mannschaft keine Blöße: Mit 35:24 fegte sie den damaligen Tabellenführer vom Platz. Eine reiche Torausbeute lag den Jungs besonders am Herzen.
In 13 von 14 Spielen erzielten sie mehr als 30, in drei Partien sogar mehr als 40 Tore. Die SG HochdorfRuchheim erwies sich als die Torfabrik der Liga. Das ging sogar soweit, dass sie manchen schwächeren Gegner zum Torschuss kommen ließen, um schnell in Ballbesitz zu kommen. Das 500. Tor sollte im letzten Spiel der Saison fallen. Dies fiel aber buchstäblich ins Wasser, da sich die Gäste aus Thaleischweiler-Rodalben nicht nur die Reise von der Westpfalz nach Hochdorf ersparten, sondern einem möglichen Debakel aus dem Weg gingen. 41 Tore wären nötig gewesen, um das gesteckte Ziel von 500 Toren zu erreichen. Die Chancen standen nicht allzu schlecht. Im Hinspiel in der Westpfalz landete das Leder sogar 44 Mal im Netz. „Wir hätten gerne gespielt, aber jetzt wurden wir mit der direkten Qualifikation für die Pfalzliga belohnt“, freute sich Rainer Götz. Immerhin gab es am Wochenende vier Siege in vier Spielen.
Niederlage gegen Stuttgarter Kickers
In der Dritten Liga Süd kam der TV Hochdorf gestern ohne Benjamin Hundt und Matthias Polifka nicht um eine Niederlage beim HV Stuttgarter Kickers herum. „Für die Stuttgarter war es ein Endspiel, sie wussten, wenn sie gewinnen, halten sie die Klasse, so haben sie sich präsentiert”, sagte TVH-Vereinschef Christian Deller über das 31:39 (13:21). Am Samstag um 19.00 Uhr hat der TVH sein letztes Saisonheimspiel. Deller erwartet gegen den TV Groß-Umstadt einen starken Abschied. Die Pfälzer sind nur noch Neunter.
Rheinpfalz, 07.05.2012
Schmach für Hochdorf
handball: Drittligist blamiert sich gegen den Tabellenletzten Nieder-Olm
hochdorf-assenheim. Verrückte Welt beim TV Hochdorf: Völlig überraschend, aber dennoch verdient, verlor der Handball-Drittligist sein vorletztes Saisonspiel gegen den Tabellenletzten TV Nieder-Olm mit 27:30 (10:15). Schon zum vierten Mal gab es für die Mannschaft von Trainer Michael Pfeil zu Hause keine Punkte. Dagegen holten die Gäste nach 16 Spielen ohne Sieg wieder zwei Zähler.
Das war ein Debakel. So katastrophal hatte sich der TV Hochdorf in den letzten drei Spielzeiten noch nicht präsentiert. Gegen die schwächste Abwehr der Liga (1001 Gegentore) fand Hochdorf zu selten den Weg zum Tor. Michael Pfeil war spätestens nach 43 Minuten restlos bedient. Seine Mannschaft stand nach dem 15:23 mit dem Rücken zur Wand. Der Familienvater, der in der dritten Saison in Hochdorf das Sagen hat, hatte zuvor alle taktischen Register gezogen.
Viel gebracht hatte es nicht. Der Mannschaft fehlte diesmal die Aggressivität, aber auch die richtige Einstellung, um dem Tabellenletzten zu besiegen. „Offensichtlich dachten einige, dass es irgendwie gehen wird”, meinte Pfeil enttäuschend.
Schon nach 20 Minuten lag seine Sieben mit sechs Toren zurück. Das nötige Aufbäumen blieb aus. Dem Tabellenletzten machte es die TVH-Abwehr auch zu leicht. Der Rückstand hätte noch höher sein können, Torhüter Max Haller parierte fast ein Dutzend Bälle. Die Kabinenpredigt blieb zunächst ohne Wirkung. Mit der Einwechslung von Matthias Polifka (ab 47.) schien der Motor im TVH-Angriff anzuspringen. Zug um Zug kam Hochdorf heran. Man spürte, dass die Grün-Weißen die Wende wollten. Kai Zimmermann traf zum hart umkämpften 27:27. Im nächsten Angriff hatte Tim Beutler die Führung in der Hand, aber der Ball prallte nach seinem Tempogegenstoß vom Innenpfosten wieder aufs Feld.
Danach ging nichts mehr. Benny Hundt warf bei seinen Angriffsbemühungen drei Bälle ins Aus, die Gäste kamen in Ballbesitz und zogen davon. Beim TVH herrschte nach der Schmach Ratlosigkeit. Viele Akteure flüchteten in die Kabine. Nur Christoph Morio stellte sich den Fans. Der letzte Auftritt schlug Pfeil derart auf das Gemüt, dass er noch minutenlang nach dem Abpfiff das Geschehene gedanklich Revue passieren ließ. Diesmal scheint ihm wahrlich der Spaß abhanden gekommen sein. Die Niederlage gegen Nieder-Olm war auch für den äußerst engagierten Trainer ein Stich ins Herz.
Rheinpfalz, 30.04.2012
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