Pfalzbiber lassen bei den Junioreulen nichts anbrennen

Die Pfalzbiber ließen im Derby bei den Junioreulen einfach nichts anbrennen. Im 12. Spiel der Saison feierte die Mannschaft von Trainer Steffen Christmann bei der TSG Friesenheim II mit 40:21 (22:14) einen deutlichen Sieg. Damit verteidigte Hochdorf unangefochten die Tabellenführung in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Dagegen wartet Friesenheim noch auf den ersten doppelten Punktgewinn.

Auch wenn das Ergebnis kaum deutlicher zugunsten des TV Hochdorf sein könnte, war Steffen Christmann, der Trainer der bisher ungeschlagenen Pfalzbiber mit dem Spielverlauf nicht ganz einverstanden. „Wir haben gut begonnen und auch zunächst gut verteidigt, aber danach waren meine Jungs nicht mehr so fokussiert“, meinte Christmann.

Denn mit zunehmender Spieldauer bewies die junge Mannschaft der Eulen viel Mut und suchte immer wieder den Weg durch die Lücken der TVH-Abwehr. Hochdorf ließ jegliche Aggressivität im Abwehrverbund vermissen und so kamen die Gastgeber dem Ausgleich ein Stück näher heran. Christmann blieb zunächst ruhig, hoffte aber auf eine schnelle Reaktion seiner Sieben.

Als Friesenheim durch Lukas Räuber zum 9:11 (19.) bis auf zwei Tore heranrückte, sah er Handlungs- und Gesprächsbedarf. Christmann nahm die Auszeit. Da wurde es etwas lauter, da fielen harte Worte. Sie fruchteten und Hochdorf besann sich stärker auf die Abwehrarbeit. „Wir hatten nicht gut verteidigt, waren gegen die körperlich unterlegenen Gegenspieler nicht mehr konzentriert genug“, kritisierte Christmann. Seine Worte in der Kabine stießen keinesfalls auf taube Ohren. Seine Jungs sprühten in der zweiten Hälfte vor Spielfreude und waren einfach nicht zu bremsen. Auch die Abwehrleistung wurde deutlich besser.

Da wirkte der Trainer deutlich entspannter. Friesenheim gelang in den ersten 20 Minuten in Abschnitt zwei nur noch vier Tore. Dagegen brannte Hochdorf auf einen hohen Sieg. Da spürte man, dass den Pfalzbibern die Lust nicht vergangen ist, viele Tore zu werfen. Bereits zum dritten Mal erzielten die Grün-Weißen 40 Tore in einer Partie in dieser Saison und bleiben damit die Torfabrik der Liga.