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Erfolgreiche Pfalzligaqualifikation der mD-Jugend

Am vergangenen Wochenende trat die neuformierte männliche D-Jugend der Jahrgänge 06/07 in der Qualifikation für die Pfalzliga an. Gegner waren hier die TSG Haßloch, der TSV Speyer, die mJ Dansenberg/Thaleischweiler, sowie die HSG Dudenhofen/Schifferstadt. Der Modus sah es vor, dass die 3 bestplatzierten Mannschaften sich direkt für die Pfalzliga qualifizieren. Der Gruppenvierte muss in die nächste Runde, der Gruppenfünfte scheidet aus. Gespielt wurde samstags in Speyer und sonntags in Schifferstadt. Die Spiele waren auf 2 mal 15 Minuten angesetzt. Jede Mannschaft hatte pro Spieltag also insgesamt 60 Minuten zu absolvieren.

Unsere neue D-Jugend, welche zum größten Teil bereits in der letzten Runde als D2 in der D-Jugend Verbandsliga angetreten war, bekam in der kurzen Pause zwischen der letzten Runde und der Qualifikation Verstärkung durch 5 Spieler aus anderen Vereinen. Die Qualifikation für die Pfalzliga war bei diesem Modus also fast schon Pflicht, dennoch konnte mit Spannung erwartet werden, wie sich die Jungs vor allem im Zusammenspiel in Angriff und Abwehr zu einem solch frühen Zeitpunkt in der Saison präsentieren würden.

Im 1. Spiel traf man auf die TSG Haßloch. Der Beginn verlief einigermaßen schleppend, sodass wir mit 2:3 zurücklagen. Die TSG stellte uns hier vor erste Probleme und kam durch gute 1 gegen 1 Aktion zu Torerfolgen. Besonders der flinke Jannis Johannböke konnte sich hier vermehrt auszeichnen. In der Folge gelang es uns die Wirkungskreise der Haßlocher Rückraumspieler durch cleveres Aushelfen zu verteidigen und den Rückstand in eine 9:3 Führung zu verwandeln. Unser Gegner wollte sich allerdings selbstverständlich nicht so leicht geschlagen geben und konnte bis zur Halbzeit noch 4 Tore erzielen, während uns leider kein einziges mehr gelang. Mit einem 9:7 aus unserer Sicht wurden die Seiten gewechselt. Der Start in Halbzeit Zwei war schließlich ganz nach dem Geschmack des Hochdorfer Trainerteams. Schnell konnte eine komfortable Führung erspielt werden, sodass letztlich auch jeder Spieler unsererseits zu Einsatzzeiten kam und diese auch zu nutzen wusste. Am Ende sprang ein 23:14 Auftaktsieg gegen keineswegs schwache Haßlocher heraus. Der erste Schritt war also getan und das Selbstvertrauen gestärkt.

Im 2. Spiel hieß der Gegner TSV Speyer. Die Speyrer spielten an diesem Tag ihr erstes Spiel und waren dementsprechend unbekannt. Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Mit einem 4:0 Blitzstart konnte in Folge munter durchgewechselt werden. 14:6 stand es zur Halbzeit. Die zweite Spielhälfte verlief, aufgrund der vielen Wechsel und den daraus entstehenden Abspracheschwierigkeiten in Angriff und Abwehr, nicht mehr ganz so dominant wie zuvor. Nichtsdestotrotz gewannen wir auch die zweite Halbzeit und ausnahmslos jeder konnte seinen Teil zum 25:12 Endstand beitragen.

So endete der 1. Spieltag für uns mit einem guten Gefühl und dem zwischenzeitlichen 2. Platz, da die HSG Dudenhofen/Schifferstadt sich ebenfalls schadlos hielt, beide Spiele gewann und dabei ein besseres Toreverhältnis als wir aufweisen konnte. Am nächsten Tag musste schließlich noch ein einziger Punkt her, um die Pfalzligaqualifikation perfekt zu machen.

Im 3. Gruppenspiel trafen wir am Sonntag auf die mJ Dansenberg/Thaleischweiler, welche am Vortag beide Spiele gegen Haßloch, sowie Dudenhofen/Schifferstadt verloren hatte. Auf dem Papier war die Sache also scheinbar für einige unserer Jungs klar, auf der Platte zeigte sich zunächst ein gänzlich anderes Bild. Die Westpfälzer konnten unsere Abwehrreihe immer wieder mit sehenswerten Kombinationen aushebeln. Hier fehlte uns in vielen Zweikämpfen die nötige Bereitschaft, um in diesen als Sieger hervorzugehen. Zum Glück funktionierte unser Angriff, sodass es nach 8 gespielten Minuten 7:6 für uns stand. In der Folge besannen sich unsere Jungs und konnten durch verbesserte Abwehrarbeit einige Bälle klauen und diese durch Tempogegenstöße im gegnerischen Tor unterbringen. Mit 13:8 ging es in die 5-minütige Halbzeitpause. Hier appellierte das Trainerteam den Gegner trotz des scheinbar komfortablen Vorsprungs nicht (mehr) auf die leichte Schulter zu nehmen. Genau das taten sie schließlich auch. In den zweiten 15 Spielminuten kassierte man lediglich noch 4 Gegentore. Endlich wurde wieder cleverer verteidigt, in brenzligen Situationen halfen die Nebenmänner aus, „Fehler“ wurden durch Mannschaftskameraden gerade gebügelt. Im Angriff wurde meist der besser positionierte Mitspieler gesehen und angespielt, sodass einige sehenswerte Kombinationen zu Torerfolgen führten. Konzentriert und ohne jeden Anflug von Überheblichkeit wurde das Spiel zu Ende gespielt und die Jungs belohnten sich selbst mit der guten Leistung in der 2. Halbzeit mit einem 26:12 Endergebnis.

Damit war die Pfalzligaqualifikation perfekt. Mit den drei deutlichen Ergebnissen deutete die Truppe der Trainer Emanuel Novo und Steffen Christmann ihr großes Potential an. Im letzten Spiel ging es gegen die HSG Dudenhofen/Schifferstadt um den, zumindest in dieser Qualifikation, unbedeutenden 1. Platz. Da man das Glück hatte, den kommenden Gegner im Spiel gegen die TSG Haßloch nochmals beobachten zu können, überlegten sich die Jungbiber gemeinsam mit ihren Trainern eine Taktik, welche die Stärken des Gegners einschränken sollte. Die gegnerische HSG stellte nämlich die offensivste Abwehrformation des Turniers und verfügte zudem über einen sehr starken Rückraum, aus dem der vermutlich stärkste Einzelspieler des Turniers, Marc Riffelmacher, aus einer homogenen Mannschaft herausragte.

Somit war das 4. und letzte Spiel ein spannendes und hochklassiges Spiel zweier ebenbürtiger Mannschaften. Von Anfang entwickelte sich ein harter Schlagabtausch bei dem sich keine Mannschaft abzusetzen wusste. Das Abwehrkonzept ging weitgehend auf, aber natürlich konnten die Wirkungskreise der gegnerischen Rückraumspieler nicht komplett eingeengt werden. Dudenhofen/Schifferstadt konnte so in der 1. Halbzeit 10 Tore erzielen, was bisher noch keiner anderen Mannschaft in diesem Turnier gelang. Glücklicherweise kamen wir mit der offensiven Abwehr der Spielgemeinschaft gut zurecht und konnten sogar ein Tor mehr erzielen. Dementsprechend ging es mit einer sehr knappen 11:10 Führung in die Halbzeitpause. In der Pause glaubten die Jungs schließlich nach der starken ersten Hälfte immer mehr daran, dass heute gegen die starke Truppe Dudenhofen/Schifferstadts etwas zu holen sein könne. Vollgetankt mit Selbstvertrauen startete die 2. Hälfte. Und diese sollte die anwesenden Zuschauer nicht enttäuschen. Der Schlagabtausch ging munter weiter und beim 14:15 aus unserer Sicht, konnte der Gegner erstmals seit der Anfangsphase in Führung gehen. Die Befürchtung war groß, dass unseren Jungs hintenraus die Luft ausging. Aber weit gefehlt. Völlig unüblich für eine Mannschaft in dieser Altersklasse verfielen wir keineswegs in Hektik, sondern spielten vorne wie hinten genau so konzentriert weiter wie bisher und wurden schlussendlich auch belohnt. In der Abwehr konnte man einige Ballgewinne erzielen und Sebastian im Tor konnte sich durch einige wichtige Paraden auszeichnen. Im Angriff ging das Konzept mit 2 Kreisläufern auf. So konnte man sich nach dem knappen Rückstand wieder leichte Vorteile verschaffen und gewann am Ende glücklich, aber dennoch verdient, mit 22:19. Völlig erleichtert und mit einigen Blessuren (gute Besserung hier an alle Angeschlagenen) wurde der Sieg gefeiert. Letztendlich war es ein schönes Handballspiel, das die HSG Dudenhofen/Schifferstadt hätte ebenfalls gewinnen können. Die eiserne Disziplin der Hochdorfer Jungs zahlte sich heute allerdings aus und man konnte das Qualifikationsturnier ungeschlagen beenden.

Die Ergebnisse:

TV Hochdorf – TSG Haßloch: 23:14

mJ Dansenberg/Thaleischweiler – HSG Dudenhofen/Schifferstadt: 15:22

TSV Speyer – TV Hochdorf: 12:25

TSG Haßloch – mJ Dansenberg/Thaleischweiler: 21:17

HSG Dudenhofen/Schifferstadt – TSV Speyer: 27:7

TV Hochdorf – mJ Dansenberg/Thaleischweiler: 26:12

TSG Haßloch – HSG Dudenhofen/Schifferstadt: 14:25

mJ Dansenberg/Thaleischweiler: 20:7

HSG Dudenhofen/Schifferstadt – TV Hochdorf: 19:22

TSV Speyer – TSG Haßloch: 11:23

 

Die Abschlusstabelle:

  1. TV Hochdorf 96:57 Tore; +39 Tore;  8:0 Punkte
  2. HSG Dudenhofen/Schifferstadt   93:58 Tore; +35 Tore;  6:2 Punkte
  3. TSG Haßloch     72:76 Tore; -4 Tore;     4:4 Punkte
  4. mJ Dansenberg/Thaleischweiler64:76 Tore; -12 Tore;  2:6 Punkte
  5. TSV Speyer37:95 Tore; -58 Tore;  0:8 Punkte

Somit qualifiziert sich neben uns und der HSG Dudenhofen/Schifferstadt, die TSG Haßloch für die Pfalzliga. Herzliche Glückwunsche an Dudenhofen/Schifferstadt und Haßloch an dieser Stelle von unserer Seite. Wir freuen uns auf hoffentlich viele spannende und fordernde Duelle. Auch die mJ Dansenberg/Thaleischweiler hat noch Chancen auf eine erfolgreiche Qualifikation. Viel Erfolg wünschen die Jungs des TV Hochdorf auch an dieser Stelle der Spielgemeinschaft aus der Westpfalz.

Fazit:

Unsere D-Jugend zeigt einen vielversprechenden Start in die neue Saison. Diesen positiven Eindruck gilt es in den nächsten Wochen und Monaten zu bestätigen. Da die Konkurrenz keineswegs schläft, bedarf es hier ein hohes Maß an Motivation, Ehrgeiz, Disziplin und Fleiß im täglichen Trainingsbetrieb, um weiter an den eigenen Fähig-/Fertigkeiten zu arbeiten. Auffällig war außerdem die große Ausgeglichenheit unseres Kaders. Während bei den beiden anderen qualifizierten Mannschaften jeweils ein Spieler als Torschütze ganz besonders herausragte (Jannis Johannböke für die TSG Haßloch mit 29 Treffern; Marc Riffelmacher für die HSG Dudenhofen/Schifferstadt mit 27 Treffern) warf kein einziger Spieler mehr als 20 Tore für den TV Hochdorf. Die Torschützen verteilten sich auf einen Großteil des Teams, sodass sich in unseren Reihen sogar 8 Spieler fanden, welche mindestens 8 Tore in den 4 Spielen erzielen konnten. Damit verteilt sich die Last nicht auf den Einzelnen und das Spiel bleibt unberechenbarer. Der gute Grundstein ist also da, hoffen wir also, dass es so weitergeht!

Es spielten für den TV Hochdorf:

Sebastian Serr (im Tor); Tyler Franck; Louis Grün; Linus Paselk, Leon Lekic, Collin Bentz; Miles Dittmann; Philipp Litzbon; Gabriel Paselk; Silas Mueller; Til Schmidt und Loris Piccoli