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Verkauf an der Abendkasse am Freitag den 05.04.2013

   

TV Hochdorf entlässt Michael Pfeil

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Hintergrund: Der Handball-Drittligist hat auf seine Niederlagenserie reagiert und die Reißleine gezogen. Michael Pfeil, nach seinem angekündigten Abschied zum Saisonende ein Trainer auf Abruf, muss jetzt schon gehen. Benjamin Matschke wird ihn beerben.


Von Jochen Willner


HOCHDORF-ASSENHEIM. Nach dreieinhalbjähriger Zusammenarbeit haben sich der Handball-Drittligist TV Hochdorf und Trainer Michael Pfeil am Montagvormittag getrennt. Hintergrund der sofortigen Beurlaubung ist die derzeitige sportliche Situation der Grün-Weißen. Nach der letzten Heimniederlage gegen TSV Neuhausen/Filder befindet sich der Drittligist auf einem Abstiegsrang und muss um den Klassenerhalt bangen. Noch am gleichen Abend übernahm Benjamin Matschke vorzeitig das Amt des Spielertrainers in Hochdorf.„Ich hatte das Gefühl, dass jetzt der Zeitpunkt für einen Wechsel notwendig wurde, um mit einem neuen Mann an der Seitenlinie den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft zu schaffen“, sagte Vereinschef Christian Deller. „Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, aber im Sinne des TV Hochdorf hatte ich keine andere Wahl. So brutal ist nun mal der Sport“, betonte Deller. Zugleich dankte der TVH-Vereinschef seinem Freund Michael Pfeil, der in den vergangenen drei Spielzeiten die Mannschaft vorangebracht hat und zwei dritte sowie einen siebten Platz in der dritthöchsten Spielklasse erreicht hatte. „Michael hat einen tollen Job gemacht, war stets mit Herzblut dabei und hat wie kein anderer zuvor akribisch mit der Mannschaft gearbeitet“, verdeutlichte Deller. 


Dennoch konnte Pfeil die Talfahrt des TVH nicht bremsen. Bis auf den hartumkämpften 28:27-Sieg gegen den TV Groß-Umstadt am 12. Januar blieb die Mannschaft in zwölf Liga-Spielen ohne doppelten Punktgewinn. Bereits am Samstagabend nach der Partie sowie am Sonntag analysierte Deller mit Pfeil die Situation, mit dem Ergebnis, dass beide Parteien zur Auffassung gelangten, dass eine Trennung unumgänglich sei. 


„Der Trainer ist immer das schwächste Glied in der Kette. Deshalb kann ich die vorzeitige Beurlaubung des TV Hochdorf auch nachvollziehen. Ich will damit der Mannschaft auch neue Impulse geben“, erklärte Pfeil, der zunächst eine Pause vom Handballsport einlegen möchte. 


Unmittelbar nach der Trennung von Pfeil fragte Vereinschef Deller den derzeit verletzten Kapitän des Handball-Zweitligisten TSG Friesenheim, Benjamin Matschke, ob er vorzeitig als Spielertrainer in Hochdorf einsteigen könne. Ursprünglich hatte der Studienrat zum 1. Juli 2013 zugesagt. Nach Gesprächen mit dem TSG-Management erhielt der 30 Jahre alte Familienvater „grünes Licht“ für die neue Aufgabe. Bereits am Montagabend übernahm Matschke das Training, nachdem Deller der Mannschaft zuvor die Trennung von Pfeil bekanntgab. 


„Die Entscheidung kam für mich völlig überraschend. Jetzt gilt es, alles dafür zu tun, dass die Mannschaft in der Dritten Liga bleibt“, sagte der Diplom-Handelslehrer am Wirtschaftsgymnasium in Schwetzingen. Mit der Übernahme des Spielertrainer-Amtes in Hochdorf trifft Matschke auch auf seinen früheren Teamkollegen Tim Beutler sowie auf seine beiden ehemaligen Schützlinge in der A-Jugend der TSG Friesenheim, Steffen und Jörn Christmann. „Wir haben nicht viel Zeit. Ich habe mir das vergangene Spiel per Video angesehen. Die Defizite der Mannschaft sind mir hinreichend bekannt, jetzt müssen wir uns auf die schwere Aufgabe am Samstag in Herrenberg vorbereiten“, sagt der B-Lizenz-Inhaber. Ob nach dem Wechsel von Pfeil zu Matschke zusätzliche personelle Veränderungen vorgenommen werden, ließ Vereinschef Deller offen. „Das werden wir in Ruhe besprechen.“ Handlungsbedarf bestehe dennoch auf der linken Außenbahn, nachdem Christoph Morio wegen eines Abrisses des Außenbandes am rechten Knie und der bereits angekündigten Rückkehr zum TV Offenbach nicht mehr im TVH-Trikot auflaufen wird. 

 

Quelle: 
Verlag: DIE RHEINPFALZ 
Publikation: Ludwigshafener Rundschau 
Ausgabe: Nr.25 
Datum: Mittwoch, den 30. Januar 2013 
   

Matschke löst Pfeil ab

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Handball:Trainerwechsel soll TV Hochdorf retten


HOCHDORF-ASSENHEIM (wij). Handball-Drittligist TV Hochdorf und sein Trainer Michael Pfeil haben sich nach dem Abrutschen des Teams auf einen Abstiegsplatz getrennt.Nach der 30:33 (15:16)-Niederlage gegen den TSV Neuhausen/Filder, der Fortsetzung der sportlichen Talfahrt in den letzten Monaten, haben sich beide Parteien zu diesem Schritt entschlossen. Benny Matschke, der noch verletzte Kapitän des Handball-Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim, für die neue Saison als Spielertrainer verpflichtet, übernimmt das Traineramt nun vorzeitig.„Michael und ich haben die Situation am Wochenende analysiert, und wir kamen überein, dass wir die Zusammenarbeit beenden“, sagte Vereinschef Christian Deller: „Dass wir zu diesem Schritt gekommen sind, tut mir verdammt weh, auch deswegen, weil Michael in den letzten drei Jahren die Mannschaft vorangebracht hatte.“ Man habe nun aber den Eindruck gewonnen, dass ein Teil der Mannschaft mit der schwierigen Situation nicht zurecht komme. Ein neuer Mann an der Seitenlinie soll jetzt die Wende bringen. 


So bat der TV Hochdorf Benny Matschke, sofort einzusteigen. „Ich bin schon überrascht, dass es jetzt so gekommen ist“, sagte Matschke, der schon am Montagabend das Training leitete. „Wir haben nicht viel Zeit, mein Ziel ist es, die Mannschaft wieder aufzuwecken, damit wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen“, betonte Matschke.


Bereits am Samstag steht die erste von zwei Auswärtspartien gegen die Abstiegskonkurrenten an: Es geht zur SG Herrenberg, ehe eine Woche später das Pfalzderby beim SV 64 Zweibrücken auf dem Programm steht. Ob der TV Hochdorf personell nachlegen wird, ist noch ungewiss. „Das werden wir in Ruhe besprechen“, sagte Vereinschef Deller. Die Personallage hat sich zugespitzt, nachdem Linksaußen Christoph Morio, der zum Saisonende zum TV Offenbach wechselt, wegen eines Abrisses des Außenbandes am rechten Knie nicht mehr im TVH-Trikot auflaufen wird. 

 

Quelle: 
Verlag: DIE RHEINPFALZ 
Publikation: Ludwigshafener Rundschau 
Ausgabe: Nr.25 
Datum: Mittwoch, den 30. Januar 2013 
   

„Ich bin ein Kind des Leistungssports“

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Interview: Benjamin Matschke wird zur neuen Saison Spielertrainer beim Handball-Drittligisten TV Hochdorf. Er folgt auf Michael Pfeil, der aufhört. Wir sprachen mit dem aktuellen Kapitän des Zweitligisten TSG Friesenheim über seinen Gründe zum TVH zu gehen, welche Philosophie er dort verfolgt und warum er die Kooperation mit Friesenheim reaktiviert.


Herr Matschke, warum werden Sie Spielertrainer in Hochdorf?Es ist für mich eine gute Chance, als junger B-Lizenztrainer den Übergang vom Spieler zum Trainer mit einer Mannschaft auf einem hohen Niveau zu schaffen. Die Kombination Spieler und Trainer bei einem Drittligisten ist eine reizvolle Aufgabe. Dazu in einer Region, wo ich seit Jahren zu Hause bin. Ich kenne einige Spieler in Hochdorf, die ich in der A-Jugend in Friesenheim trainiert habe, aber auch Spieler, mit denen ich zusammengespielt habe.


Bedeutet das Engagement in Hochdorf das Karriereende als Spieler?Ich werde im März am Kreuzband operiert, mache anschließend die Reha und werde dann intensiv an der Genesung arbeiten. Mein Ziel ist es, in der Vorbereitung für die Saison 2013/2014 mit leichtem Training zu beginnen, um wieder fit zu werden. Wenn der Heilungsprozess erfolgreich verläuft, werde ich in der Rückrunde der Mannschaft helfen können.


Werden Sie einen eigenen Trainerstab mitbringen?Ich werde mein Team selbst zusammenstellen. Ich habe einen Wunschkandidaten mit dem ich gerne in Hochdorf arbeiten möchte. Die Gespräche laufen.


Wollten Sie bei der TSG Friesenheim keine Mannschaft trainieren?Werner Fischer, der Geschäftsführer der TSG, hatte mir das Angebot unterbreitet, eventuell die A-Jugend zu trainieren. Das hätte ich wahrscheinlich auch gemacht, aber die Aufgabe in Hochdorf erscheint mir attraktiver, zumal ich das Ziel habe, eine Männermannschaft auf hohem Niveau zu trainieren. Ich bin ein Kind des Leistungssports. Den habe ich bisher immerhin zehn Jahre lang intensiv betrieben.


Mit welchen Erwartungen gehen Sie an die neue Aufgabe heran?Das wird eine spannende, aber auch interessante Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Ich habe eine klare Philosophie, wie Handball gespielt werden soll. Friesenheims Trainer Thomas König hat mich 13 Jahre geprägt, so favorisiere ich die Sechs-Null-Deckung mit spielendem Außen. Aber auch die Fünf-Eins-Variante mit positionsbezogener Deckung. Der Schwerpunkt liegt ganz klar in der Abwehr. Wichtig ist mir aber, dass wir diese Varianten immer wieder im Training üben, üben und nochmals üben. Nur dann sind wir auch in der Lage, in Drucksituationen dies erfolgreich im Spiel umzusetzen. Ein Thema ist für mich auch der siebte Feldspieler. Ich favorisiere Varianten, die in der dritten Liga derzeit kaum gespielt werden.


Inzwischen hat der TV Hochdorf die Verträge von acht Spielern verlängert. Werden Sie bei den Vertragsverlängerungen und bei den möglichen Neuverpflichtungen einbezogen?Definitiv. Christian Deller und ich sind im ständigen Austausch und haben auch wegen der Vertragsverlängerungen die notwendigen Absprachen getroffen. Bezüglich der Neuverpflichtungen beraten wir gerade, welche Positionen wir vordringlich besetzen wollen.Und wo sehen Sie Handlungsbedarf?Auf der linken Außenbahn, da Christoph Morio den Verein verlassen wird. Mein Ziel ist es, einen Kader von 16 Spielern zu haben. Wir werden dreimal wöchentlich trainieren, um eine entsprechende Trainingsqualität zu erreichen.


Hochdorf setzte bisher vorwiegend auf Talente aus der Region. Werden Sie auch diese Philosophie beibehalten?Es spricht zumindest nichts dagegen. In der dritten Liga wird keine Mannschaft mit nur jungen Spielern bestehen können. Erfahrene Spieler wie Hundt, Sliwa und Beutler sind zwingend notwendig. Sie werden das Gerüst der Mannschaft bilden.


Werden Sie die mittlerweile eingeschlafene Kooperation zwischen der TSG Friesenheim und dem TVH wieder mit Leben füllen?Es ist mein Wunsch, dass wir die Kooperation zwischen den beiden Vereinen wieder mit Leben erfüllen. Meiner Meinung nach ist es notwendig, wenn sich die jungen Spieler weiterentwickeln sollen. Dabei haben beide Vereine einen Nutzen. Junge Spieler brauchen den Wettbewerb am Wochenende. Nur dort werden sie mit Drucksituationen konfrontiert, die so im Training nicht simuliert werden können. Schon aus diesem Grund macht eine Kooperation Sinn. Das beste Beispiel war Maximilian Bender, der in einer Saison in Herrenberg einen Riesenschritt nach vorne gemacht hatte.


Wie soll diese inhaltlich aussehen?Diesbezüglich muss ich mich erst mit Thomas König und Werner Fischer austauschen. Eine Kooperation macht erst dann Sinn, wenn sich alle Beteiligten einig sind und eine Win-win-Situation für beide Seiten entsteht.Interview: Jochen Willner und Marek Nepomucky

 

Quelle: 
Verlag: DIE RHEINPFALZ 
Publikation: Ludwigshafener Rundschau 
Ausgabe: Nr.302 
Datum: Samstag, den 29. Dezember 2012 
   

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