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„Zu wenige sehen, was wir hier bieten”

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Interview: Christian Deller, Vorsitzender des TV Hochdorf, über die mangelnde Unterstützung und persönliche Belastungen


Hochdorf-Assenheim. Der TV Hochdorf spielt im zweiten Jahr in der dritten Handball-Liga. Der Klub ist der einzige pfälzische Drittligist. Doch stößt der Traditionsverein an seine Grenzen. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden Christian Deller über fehlendes Geld, wie sich der Klub neu aufstellen muss und wo der TVH mittelfristig stehen will.


Herr Deller, warum wollen Sie kürzertreten?


Ich habe nach wie vor viel Spaß an der Arbeit beim TV Hochdorf. Ich werde auch im Mai bei der Jahreshauptversammlung für das Amt des Vorsitzenden wieder kandidieren. Aber es ist kein Geheimnis, dass wir Leute gewinnen müssen, die kompetent sind und Beziehungen in die Wirtschaft haben. Ich persönlich bin am meinem Limit angekommen. Ich habe als Geschäftsführer einen Betrieb zu leiten und auch noch eine Familie mit zwei Kindern. Die Arbeit beim TV Hochdorf mache ich ehrenamtlich. Man kann die aktuelle dritte Liga nicht mehr mit der Klasse von vor zwei Jahren vergleichen. Das Niveau ist gestiegen. Aktuell ist von den Zweitliga-Absteigern kein Team unter den ersten Fünf zu finden.


Sie sagten, Sie suchen kompetente Leute. Für welche Positionen denn?


Das sollen möglichst Leute sein, die bei der Sponsorenakquise aktiv helfen. Die Leute sollen Lust haben, mit geringen Mitteln, das bestmögliche herauszuholen. Da ist eine wahre Herausforderung. Aber wir haben das bislang gut geschafft, finde ich.


Fehlt dem TV Hochdorf Geld, wenn er nun solche Hilfeschreie loslässt?


Nein. Es sind auch keine aktuellen Hilfeschreie. Um sich in allen Bereichen noch zu verbessern, sind mehr finanzielle Mittel notwendig. Der TV Hochdorf hat keine Liquiditätsprobleme. Unser Etat ist gedeckt. Ich bin aber aktuell nicht zufrieden, wie es derzeit wirtschaftlich läuft.


Was stört Sie demnach?


Es gibt in einem Zirkel von 20 Kilometern um Hochdorf herum zu wenige Firmen und Leute, die sich bei uns engagieren. Wir sind ein Ort von 1500 Einwohnern, der seit Jahren als einziger pfälzischer Klub in der dritten Liga spielt. Ich glaube behaupten zu dürfen, dass wir darauf stolz sein können. Ich bemängele, dass zu wenig Firmen sehen, was unsere Mannschaft und die Leute im Umfeld bieten. Viele wissen nicht, was es heißt, mit diesen geringen Mitteln in der dritten Liga zu spielen und all die Anforderungen zu erfüllen. Auch von den Zuschauern wünsche ich mir mehr Resonanz.


Was müssen Sie demnach ändern? Und: Wie wollen Sie das erreichen?


Wir müssen stärker an der Front arbeiten, also mehr im Marketing. Da bräuchten wir Leute, die das leben, vorantreiben. Uns mangelt es nicht an Ideen, sondern an Manpower.


Es kursieren Gerüchte, dass Sie namhafte Spieler verpflichten wollen für die kommende Saison.


Bislang haben wir Steffen Christmann geholt. Er ist aktueller Kapitän der Bundesliga-A-Junioren der TSG Friesenheim. Er wird am Kreis spielen. Wir suchen noch einen Torwart und eventuell einen Mittelmann. Unser Ziel ist es mittelfristig, in der dritten Liga eine feste Größe zu werden.


Sie haben aber die Frage nicht beantwortet...


Die Gespräche laufen noch.


Einer der Kandidaten soll Sascha Gieger, dritter Torwart beim Zweitligisten TSG Friesenheim, sein.


Da sind wir auch noch in Gesprächen. (Foto: Kunz-Moray)


Interview: Marek Nepomucky

 

Rheinpfalz, 18.02.2012 
 

TV Hochdorf holt Steffen Christmann

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HOCHDORF-ASSENHEIM (thc). Mit dem Heimspiel gegen die TSG Söflingen (heute, 20 Uhr, TVH-Sportzentrum) nimmt der TV Hochdorf den Spielbetrieb in der Dritten Handball-Liga wieder auf.


Kein Vertragsverlängerung mit Torhüter Andreas Röll und Co-Trainer Thorsten Laubscher, ein Zweijahresvertrag für den Friesenheimer A-Jugend-Bundesligaspieler Steffen Christmann: Das sind neue Nachrichten. Vereinschef Christian Deller ließ an den Festtagen das Sportjahr Revue passieren, er stellt fest: „Im Januar 2011 waren Haßloch, Mundenheim und Großsachsen noch dabei, da haben wir ja bisher keine schlechte Arbeit gemacht.” Mit der Hinrunde 2011/12, Ziel 18 Punkte (16:14 sind es geworden), sei er nicht ganz zufrieden, Mannschaften hinter dem TVH rüsteten auf, da werde es spannend, wer sich nicht in der Liga werde halten können. Vorhaben sei es, schnell auf 30 Punkte zu kommen, sich in der Dritten Liga zu etablieren.


„Man darf sich nie ausruhen auf dem, was man erreicht hat”, betont der Unternehmer Deller. Röll, 1992 deutscher Jugend-Vizemeister mit dem TV Hagenbach, sei „ein guter Torwart. Er wird dieses Jahr 36. Er wollte noch ein Jahr spielen und dann aufhören. Wir wollen einfach den Schritt wagen, mit den jungen Tim Doppler und Maximilian Haller und eventuell einem Dritten in die Runde zu gehen, zumal dann auch ein Torwarttrainer da ist”. Deller denkt an einen „gewissen Umbruch”, daran, dass 2013 Verträge von einigen Routiniers auslaufen.


Die Römerberger Gerd Zimmermann und Klemens Hoffmann unterstützen ab Sommer Trainer Michael Pfeil.

 

Rheinpfalz, 14.01.2012 
   

Zimmermann und Hoffmann in Dritte Liga

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HANDBALL: Zwei Römerberger Co-Trainer beim TV Hochdorf


Von Jochen Willner


RÖMERBERG. Zwar sind die Personalplanungen für die Saison 2012/2013 noch nicht ganz abgeschlossen. Dennoch hat Drittligist TV Hochdorf mit dem Ausscheiden von Co-Trainer Thorsten Laubscher zum Saisonende die Nachfolge schnell geklärt. Künftig gehören die Römerberger Gerd Zimmermann und Klemens Hoffmann zum Team um Coach Michael Pfeil, der erst kürzlich seinen Vertrag um zwei Jahre verlängerte.


Zimmermann und Hoffmann unterschrieben bei Hochdorf einen Kontrakt für die Runde 2012/2013. Sie sind im pfälzischen Handball keine Unbekannten. Der 49 Jahre alte Unternehmer Zimmermann spielte über 20 Jahren beim HSV Lingenfeld, davon vier in der Regionalliga, ehe er nach dem Ende seiner Laufbahn die C- und B-Trainer-Lizenz erwarb und seine ersten Sporen als Nachwuchs-Übungsleiter verdiente. Mit der C-Jugend der HSG Eckbachtal holte er die südwestdeutsche Meisterschaft. Zudem wirkte er bei der HSG Worms sowie beim Damen-Regionalligisten TG Osthofen.


Danach kehrte Zimmermann mit seinem langjährigen Freund Hoffmann, der ihn stets als Torwart- und Co-Trainer begleitete, zu seinem Heimatverein, TuS Heiligenstein, zurück, wo er deren A-Jugend nach dem Wechsel in die Männerklasse auf Anhieb in der Verbandsliga auf den siebten sowie in der vergangenen Spielzeit auf den zweiten Platz führte. Während der laufenden Saison kam es zur Trennung. Falk Schuhmacher übernahm. Im Sommer folgt der bisherige Damen-Coach Andreas Schwarz.


„Leider haben wir die Meisterschaft und damit den Aufstieg verpasst”, meinte Zimmermann. Nach einigen Monaten Auszeit als Trainer wollen Zimmermann und Hoffmann wieder ins Trainergeschäft einsteigen und weitere Erfahrungen sammeln. „Die Möglichkeit beim TVHochdorf, mich im Team um Michael Pfeil einbringen zu können, reizt mich sehr”, erklärte Zimmermann: „Es reizt mich auch deswegen, weil ich gerne mit jungen Spielern arbeite und meinen Beitrag in der Vorbereitung und im Mannschaftstraining einbringen möchte”, sagte Zimmermann: „Mir ist es wichtig, auch Erfahrung in einer höherklassig spielenden Mannschaft zu sammeln.” Er sei froh, dass die Grün-Weißen ihm die Chance bieten, mit Trainer Pfeil zusammenzuarbeiten.


„Ich bin sicher, dass Gerd Zimmermann und Klemens Hoffmann zu 100 Prozent die Philosophie des TV Hochdorf mittragen und auch das Miteinander zu Michael Pfeil passt”, sagte Vorsitzender Christian Deller. „Gerd Zimmermann bringt die Erfahrung im Umgang mit jungen Spielern mit”, teilte Pfeil mit: „Ich wünsche mir, dass er mich in der individuellen Arbeit mit den einzelnen Spielern und in der Kleingruppe unterstützen kann.” Zugleich erweitert der Drittligist seinen Trainerstab um einen Torwartbetreuer. „Auch bei unseren Torhütern wollen wir die Ausbildung forcieren”, erläuterte Vereinchef Deller und freut sich auch auf das Engagement von Hoffmann, der zuletzt beim Verbandsligisten TuS Heiligenstein die Torhüter unter seinen Fittichen hatte.

 

Rheinpfalz, 12.01.2012 
   

TVH holt zwei Trainer

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Handball: Zimmermann und Hoffmann ergänzen Stab


HOCHDORF-ASSENHEIM. Handball-Drittligist TV Hochdorf hat nach Bekanntwerden des Ausscheidens von Co-Trainer Thorsten Laubscher zum Saisonende schnell reagiert. Künftig gehören Gerd Zimmermann und Klemens Hoffmann zum Team um Trainer Michael Pfeil, der kürzlich beim TVH um zwei Jahre verlängert hat. Die beiden Neuen unterschrieben einen Vertrag für die Saison 2012/2013.


Die beiden in Römerberg lebenden Trainer sind im pfälzischen Handball keine Unbekannten. Der 49 Jahre alte Unternehmer Gerd Zimmermann spielte vier Jahre beim damaligen Regionalligisten HSV Lingenfeld, ehe er nach dem Ende seiner Laufbahn die C- und B-Trainer-Lizenz erwarb. Seine ersten Sporen als Nachwuchscoach verdiente er sich bei der HSG Eckbachtal, mit deren C-Jugend er die Südwestdeutsche Meisterschaft holte, bei der HSG Worms sowie beim Damen-Regionalligisten TG Osthofen. Danach kehrte Zimmermann mit Klemens Hoffmann, der ihn stets als Torwart- und Co-Trainer begleitet hatte, zu seinem Heimatverein TuS Heiligenstein zurück. Dort führte er die A-Jugend nach ihrem Wechsel in die Männerklasse auf Anhieb in der Verbandsliga auf Rang sieben. Im Vorjahr reichte es sogar zu Platz zwei. „Leider haben wir die Meisterschaft und den Aufstieg verpasst”, meinte Zimmermann.


Nach einigen Monaten Auszeit wollen Zimmermann und Hoffmann wieder ins Trainergeschäft einsteigen. „Die Möglichkeit, mich beim TV Hochdorf ins Team um Michael Pfeil einbringen zu können, ist für mich sehr reizvoll. Ich arbeite auch gerne mit jungen Spielern zusammen”, sagt Zimmermann. Er wolle Erfahrung bei einer höherklassig spielenden Mannschaft sammeln und sei froh, dass ihm der TV Hochdorf diese Chance biete.


„Ich bin sicher, dass Gerd Zimmermann und Klemens Hoffmann die Philosophie des TV Hochdorf mittragen und dass auch die Zusammenarbeit mit Michael Pfeil funktioniert”, urteilt Vereinschef Christian Deller. „Zimmermann hat Erfahrung im Umgang mit jungen Spielern. Er soll mich in der individuellen Arbeit mit den Spielern und in der Kleingruppe unterstützen”, meint Pfeil.


Zudem erweitert der Drittligist seinen Stab um einen Torwarttrainer. „Auch bei unseren Torhütern wollen wir die Ausbildung forcieren”, sagt Deller und freut sich auf das Engagement von Hoffmann, der zuletzt beim Verbandsligisten TuS Heiligenstein die Torhüter unter seinen Fittichen hatte. (wij)

 

Rheinpfalz, 06.01.2012 
   

Laubscher verlässt TV Hochdorf

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Handball: Vertrag beim Drittligisten läuft aus - Der frühere Friesenheimer sucht Stelle als Cheftrainer


Von Jochen Willner


HOCHDORF-ASSENHEIM. Nach vier Jahren als Spieler und Co-Trainer beim Handball-Drittligisten TV Hochdorf wird Thorsten Laubscher am Saisonende bei den Grün-Weißen ausscheiden. Sein Vertrag läuft am 30. Juni 2012 aus und wird nicht verlängert.


Der 39 Jahre alte Laubscher, der in der laufenden Saison erstmals an der Seite von Trainer Michael Pfeil als Assistenztrainer wirkt, möchte den nächsten Schritt in seiner langen Karriere machen und hauptverantwortlich eine Mannschaft führen. „Ich möchte die Zeit in Hochdorf nicht missen. Es war als Spieler wie als Co-Trainer bisher eine sehr angenehme Zeit. Ich werde bis zum letzten Spieltag meine ganze Kraft für die Mannschaft und den Verein zur Verfügung stellen”, sagt Laubscher. Vereinschef Christian Deller hatte der Mannschaft die Entscheidung mitgeteilt, da Laubscher derzeit Urlaub macht.


Der in Waldsee lebende dreifache Familienvater galt nach seinem Ausscheiden beim Zweitligisten TSG Friesenheim als einer der Führungsspieler beim TV Hochdorf und hat sich als Abwehrchef der Grün-Weißen große Verdienste erworben. Mit Laubscher schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die dritte Liga und konnte sich stets in der Spitzengruppe festsetzen. „Gerade als erfahrener Akteur war er ein Vorbild für die jüngeren Spieler”, sagt Vorsitzender Christian Deller.


Thorsten Laubscher, gelernter Industriekaufmann im Bereich Personalwesen bei der BASF SE, schaffte 1995 mit der TSG Friesenheim den Aufstieg in die zweite Liga und wurde 2002 ins All-Star-Team der zweiten Liga berufen.


Während er im vergangenen Jahr einige Angebote anderer Vereine zugunsten seiner Co-Trainer-Tätigkeit in Hochdorf abgelehnt hatte, liegen ihm aktuell einige Anfragen vor. „Ich werde da keine Schnellschüsse machen, sondern die Situation gemeinsam mit meiner Familie besprechen. Zudem habe ich in Hochdorf noch einen Vertrag, den ich in vollem Umfange erfüllen möchte. Mir macht es viel Spaß, mitzuerleben, wie sich jüngere Spieler entwickeln”, freut sich Laubscher. Besonders beobachtet er die Fortschritte von Kai Zimmermann, der in seine Fußstapfen getreten ist. Der TV Hochdorf bemüht sich derzeit um einen Nachfolger für seinen Co-Trainer und steht nach RHEINPFALZ-Informationen mit drei Kandidaten im Kontakt. Deller rechnet bereits in den nächsten Tagen mit einer Klärung der Personalie.

 

Rheinpfalz, 30.12.2011 
   

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